Sollte man
Spielhallen auf dem Land verbieten oder wann immer möglich erlauben?
Sollte man Spielhallen auf dem Land
verbieten oder wann immer möglich erlauben?
Viele Spielhallen in Deutschland werden
künftig aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen schließen müssen.
Doch
welchen Sinn machen all diese neuen Richtlinien, wenn man überall und
zu jeder Zeit uneingeschränkt Zugriff auf Online Casinos und ähnliche
Glücksspiele im Internet hat, wo zum Beispiel das Sunmaker Bonusprogramm neue Kunden über Smartphone
oder am heimischen PC anlockt.
Es liegt natürlich im Auge des
Betrachters, aber für viele Menschen tragen Spielcasinos bzw.
Spielhallen nicht gerade zu einem schönen und vor allem historischen
Stadtbild bei. Oft bringt man die auffälligen Leuchtreklamen solcher
Läden eher mit schummrigen Bahnhofsvierteln und sozial benachteiligten
Gebieten in Verbindung. Deshalb wehren sich auch viele Anwohner und
Geschäftsleute oft dagegen, wenn in der Nachbarschaft eine neue
Spielhalle mit Automatenspielen eröffnet werden soll.
Und der neue Glücksspielstaatsvertrag wird sich in den nächsten Jahren
wohl wirklich deutlich auf die Zahl solcher Spielhallen in den
deutschen Städten und auch auf dem Land auswirken. Denn nach einem
Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sind die strengen neuen
Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag verbindlich und führen
dazu, dass neue neue Spielhallen künftig genehmigt werden müssen und
zudem ein Mindestabstand von 500 Metern Luftlinie zwischen den
Eingängen der einzelnen Spielstätten sowie zu Einrichtungen wie Schulen
und Kindergärten gewährt sein muss.
Doch das Thema betrifft eben nicht nur die größeren Städte in
Deutschland. Auch auf dem flachen Land, egal ob im Allgäu, Schwarzwald,
Spessart, Lüneburger Heide, Schwäbische Alb oder sonst wo auf dem Land
– überall kann man mittlerweile den Trend zur Eröffnung von Spielhallen
deutlich sehen, vor allem an den auffälligen Reklamen an den Fassaden
dieser Lokale.
Und viele Bürgermeister und Gemeinderäte diskutieren stetig über die
Frage, ob man solche Einrichtungen im eigenen Ort haben will oder
lieber verbieten sollte.
Wie bei jedem Thema gibt es Pro und Contra in diesen Argumentationen,
und bei den Spielhallen ist es natürlich die Abwägung zwischen
Bekämpfung von Spielsucht und auf der anderen Seite auch gewissen
Steuereinnahmen, Arbeitsplätze und auch dem Punkt, dass Spielcasinos
und Glücksspiel heute eben durch Internet und Smartphone eh überall
verfügbar sind, und nicht an einem Gebäude oder einem bestimmten
Anbieter festzumachen sind. Und eröffnet die Spielhalle nicht in der
eigenen Gemeinde, dann vielleicht im direkten Nachbarort, was auch
nicht die Lösung wäre – aber dann sind die Arbeitsplätze und auch die
Steuereinnahmen im Nachbarort.
Eine schwierige Fragestellung, die sicherlich auch bei vielen
Bürgermeistern und Gemeinderäten in der Region Allgäu noch viele
Diskussionen und hitzige Debatten in den nächsten Jahren auslösen wird.